Sammlun
Genf,12. April 194L.
Sehr geehrte Herr Direktor Wartmanı
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Ich danke Ihnen bestens für Ihre freundlichen Zeilen vom 10.April.
Es würde mich besonders Srenn, wenngin. scgenstand unserer Sammlung ins
Kunsthaus käme. Was zunächst den Riemensehmid Enbelangt,so wäre hier eine
schnelle Entscheidung notwendig,denn ich habe jetzt ein Yevot darauf,
das mir aber nicht genügt. Auch würde ich Ihnen gerne die Vorhand lassen.
falls Sie sich dafür entscheiden können. | '
Die Statue steht noch in der Gallerie des Beaux Arts,Ihre Herren können
sie dort besichtigen.Oder wenn Siewxsie gerne zur Ansicht .ins Museum
haben wollen,so kann Herr Kasper sie Ihnen sofort nach Ostern dorthin
schicken. ‚Ich selbst gedenke Mitte der Woche nach Zürich zu kommen,
will mich aber dann sofort entscheiden.
Sie werden sehn ‚dass die Auffassung die Statue sei nicht von Meister-
hand eine ganz irrige istjes ist schade, dass Sie sich nicht persönlich
sinmal‘ davon überzeugt haben. Ich informiere gleichzeitig’en Kasper,den
Inhaber der Gallerie dsesBeaux-Arts,der am Dienstag früh wieder in Zürich
ist,sein Telefon ist 72380.
Was nun die Bilder anbelangt,so bedaure ich dass Sie nieht dem
Van Goyen,Nattier und Tiepolo kein Interesse haben,denn gerade bei dieser
zönnte ich eher wesentlich im Preise entgegenkommen. -
Der Isenbrant ist einer Amerikanischen Bank verpfändet.Ich bin also
in der Preisbildung nicht frei.Das Museum von San Franzisko interessiert
sich dafür,sein Direktor ‚Herr Walter Heil,hat es vor gar nicht langer
Zeit in meinem Hause besichtigt und auf 10.000Doll.geschätzt,was der
Bank bekannt ist. Ich gebe Ihnen noch die genaue. Beschreibung des Bildes.
Ausserdem müssten Sie das Bild dech einmal gesehn haben.Ich selbst woll-
te im Laufe der nächsten Woche nach Zürich kommen. Soll ich veranlassen
dass das Bild das noch im Zoll lagert,vom Spediteur zur Ansicht geschickt
wird? Das müsste ich noch vor meiner Abreise nach Zürich veranlassen.
Ich würde am Dienstag mit dem Spediteur zusammen auf die Zollbehörde
gehn. Es hätte aber nur Sinn,wenn Sie glauben dass man. sich auf einer