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Bürich, den 2, Jan. 1941
Sehr geehrter Herr Direktor,
ich bin momentan ans Haus gefesselt, sonst wäre
ich heute gekommen, mir die italienische Publikation an-
zusehen. Wenn sie später mir zugedacht ist, freue ich mich
natürlich, aber vorerst ist sie sicher zur weiteren Orient-
lerung und Ergänzung der ital. Ausstellung bestimmt und nicht
etwa zum Verkauf. In diesem Simn hatte ich s. Z. auf Wunsch
von Herrn Dr. Franz Meyer an Maraini geschrieben, und ihn um
Zusendung einer Publikation gebeten, welche den Ausstellungs-
besucher über ausgeführte Werke grösseren Formats der gezeigten
Künstler, vor allem von Funi, Sironi, Carra, Campigli, de Chi-
rico etc. orientieren könnte. Ich weiss nun nicht, ob
die zugesandte Publikation diesen Zweck erreicht, auf jeden
Fall wäre es gut, den Band vielleicht in der Ausstellung selber
auf einem Tischchen aufzulegen, und in einer Pressenotiz darauf
hinzuweisen, Es ist ja unser aller Wunsch, das Interesse an der
Ausstellung bis zum Schluss wachzuhalten und wir glauben, dass
nit einer solchen Notiz, der ev. auch andere folgen können,
zZ. B. über die Erwerbungen des Kunsthauses, dies zu erreichen
ist.
Nun noch etwas anderes. Von verschiedenen Seiten,
and erst gestern wieder, haben sich Besucher der Reinhart Aus-
stellung bei mir über das schlechte Licht in den Säälen des
beren Stockwerks bei Schneefall beklagt. Man hätte in den
Neihnachtstagen, ausser bei den alten Meistern fast nichts ge-
sehen. Woher kommt das ? Ist das Oberlicht in der Loggia besser
vom Schnee zu befreien, als die anderen und wie kann man dem
abhelfen ? Auswärtige Besucher sagten mir, dass die Bilder in
3ern viel heller gewirkt hätten, das ist doch nicht richtig !
Ich denke mir, dass den grossen Oberlichtern jedenfalls nicht
zut beizukommen ist, aber wenn die Schneedecke einmal liegt,
30llte man doch versuchen sie zu entfernen,
Mit besten Grüssen und Wünschen zum neuen Jahr
Ihr
ig
Sl
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