Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

ZASA JAGMETTI 
Sam mlung 
MAIRENGO-TORTENGO 
PRESSO FAIDO (TICINO) 
TELEFONO: FAIDO N© 106 
den 21. Juli 194L1a« 
Herrn Dr. Wilhelm Wartmann 
des Zürcher Kıunsthauses,. 
) 
Direktor 
Zürich, 
Sehr geehrter Herr Doktor, 
Sie haben mir am 14.üs.,Ms, die Akten betreffend die 
Schenkung von Herrn Dr, Graber übergeben mit dem Ärsuchen, 
mich darüber zu Kussern, ob Herr Dr, Graber einen rechtlichen 
Anspruch darauf erheben könne, dass die von ihm geschenkten 
Werke stets in den gleichen Räumen des Kunsthauses ausgestellt 
bleiben. Auf Grund der Akten, die mir zur Verfügung standen, 
bin ich zur Auffassung gelangt, dass sich ein solcher rechtli- 
cher Anspruch aus dem Schenkungsvertrag von 1922, aus dem Nach= 
trag von 1925 und aus der Korrespondenz nicht ableiten lässt, 
Yenn nicht andere schriftliche oder mündliche Abmachungen De=— 
stehen, wonach Herrn Dr. Graber von zuständigen Organen der 
Zürcher Kunstgesellschaft versprochen worden wäre, dass die 
Schenkung dauernd in ganz bestimnten Sälen des Kunsthauses 
ausgestellt werde, so kann Herr Dr, Graber das auch nicht ver- 
langen. 
Selbstverständlich wird es sich aber aus allgemei- 
nen Erwägungen empfehlen, den besonderen Wünschen des Donators 
so weit entgegenzukommen als dies mit KHücksicht auf die Inter«— 
assen des Kunsthauses und auf das Gesamtbild der Sammlung 
möglich ist: 
Zinschreiben. 
Leider werde ich an der Vorstandssitzung vom 25,ds. 
Ms. nicht teilnehmen können, da ich erst am 27.ds.Ms. nach 
Zürich zurückkehren werde. Ich bitte Sie daher, mich beim 
Herrn Präsidenten entschuldigen zu wollen, 
Die Akten, die Sie mir am 14,ds.,Ms. übergaben, sende 
ich Ihnen beigeschlossen mit bestem Dank zurück, 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
F ZZ CC Ao VD
	        
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