Diese Grundsätze beziehen sich in dem Bereich der zürocherischen
und schweizerischen Heimat wie des Auslandes auf die Plastik, die Malerei,
ıie Zeichnung und die Druckgraphik, wie die Verschiedenheit von Technik
and Material kein Hindernis bedeutet für die Einheit und Stärke des künst-
lerischen Ausdrucks, Als entscheidend gilt aber bei der Wahl des einzelnen
Werkes nicht seine Zugehörigkeit zu einer ausserkünstlerischen, sei es g:o
graphischen, historischen, 1deologischen Kategorie, sondern seine Reinheit
und Stärke als Kunstwerk; wie die zeitlose Freiheit der Kunst ja neben W1s-
senschaft und Religion stets das festeate Band, die beredteste Sprache und
der tröstlichste Beweis für das gemeinsame Fühlen und die Unsterblichkeit
les Geistes unter äen Menschen, nach der zeitlichen Tiefe und der Träumll1-
zhen Breite, gewesen ist und sein wirä.
Die historische Begründung und die Darstellung der für die Er-
füllung dieses Programms zu Gebote stehenden und von den Organen des Kunst-
hauses in der jüngsten Vergangenheit und gegenwärtig beschrittenen Wege
sind musanmENgefasEt und ausführlicher beleuchtet in der Schrift "Die Samm-
lungen des Zürcher Kunsthauses, Neujahrsblatt 19535_der Zürcher Kunstgesell-
schaft" und in deren illustrativer Ergänzung "Kunsthaus Zürich, Bilder nach
Skulpturen und Gemälden der Sammlung, 1956" und Nachtrag von 1939. Diese
beiden Veröffentlichungen haben wir Ihnen vor nicht langer Zeit auf Ihre
Frage nach Material über den Ausbau der Sammlungen im Kunsthaus aushändi-
gen dürfen. In dem in unserem Schreiben umrissenen allgemeinen Rahmen ist
der Zuwachs der Sammlungen in grösseren Zeiträumen zu würdigen, über den
ale Berichte der Zürcher Kunstresellschaft für die kurzen Jahresabschnitte
örientieren. Als Mitglied der Zürcher Kunstgesellschaft besitzen Sie auch
iie Jahresberichte,
Indem wir hoffen, mit diesen
Junsche entsprochen zu haben,
begrüssen wir Sle
Darlegungen und Hinweisen Ihrem
in ausgezeichneter Hochachtung
KUNSTHAUS ZUERICH
Der Direktor
gez. Dr. W. Wartmann