Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

‚, ZUSRCHER 
ZUNSTGESELLSCHAFT 
, San 
zürich, den 7.April 1941 
an die Herren Vorstandsmitglieder der Zürcher Kunst gesellschaft 
Sehr geehrte Herren, 
In der Sitzung der Sammlungskommnission vom Z.April 
1941 hat unser Präsident, Herrn Dr.Franz Meyer, ein Schreiben von 
Herrn Dr. Adolf Jöhr vom 28.März mit dem folgenden Wortlaut vorge- 
leg: a 
ın den Vorstand der Zürcher Kunstgesellschaft, Zürich 
Ich beziehe mich auf das Schreiben der inzwischen liquidierten Bank 
für Orientalische Eisenbahnen in Zürich vom 24,Dezember 1934, worin 
Ihnen mitgeteilt wurde, dass deren Verwaltungsrat auf meinen Antrag 
‚eschlossen hat, den Gegenwert verjährter Frioritätsaktien oder 
3gbmmaktien nach Ablauf der gesetzlichen Frist durch die Schweizeri« 
sche Kreditanstalt dem Sammlungsfonds der Zürcher Kunstgesellschaft 
äberweisen zu lassen. 
Nachdem für die Prioritätsaktien die Verjährung zu Anfang dieses 
Jahres eingetreten ist, lasse ich Ihnen durch unseren Sitz Zürich 
ien Gegenwert der nicht vorgewiesenen 74 Aktien‘ mit FPr.747000,= 
zu Gunsten Ihres Sammlungsfonds vergüten. 
[ch handle dabei im Sinn der Stifter, wenn ich daran die Bedingung 
<nüpfe, dass dieser Betrag und seine Zinsen vorwiegend zur Erwer- 
aung von Werken schweizerischer Künstler verwendet wird und wenn 
ich Sie bitte, mich vor Ankäufen, Aie aus dieser Schenkung gemacht 
werden, zu begrüssen. Es hat aurchaus die Meinung, dass aus diesen 
ritteln nur sammlungsreife, bedeutende Werke erworben werden und 
nicht etwa, dass sie in kurzer Zeit mehr für Zwecke der Künstler- 
Interstützung, Wofür ja andere Quellen Zur Verfügung stehen, als 
für den würdigen Ausbau der Sammlung verwendet werden. Ich behalte 
nir ferner vor, der Sammlungskommission gegebenenfalls Anregungen 
zu unterbreiten, Verstanden bleibt natürlich, dass für jeden Ankauf 
zwischen Sammlungskommission nnd mir als Vertreter der Stifter Einig- 
keit besteht. 
Nachdem der massgebende Beschluss des Verwaltungsrates der Bank für 
Yrientalische Eisenbahnen mehr als sechs Jahre zurücklieg%t, bitte 
Lch, von einer Verdankung dieser Zuwendung in der Oeffentlichkeit 
abzusehen. 
Ein Restbetrag, herruhrend aus verjährten Stammaktien, wird Ihnen 
Anfang 1945 noch überwiesen werden können. Er aürfte sich indessen 
nach dem heutigen Stand der Binge nur im Rahmen einiger tausend 
Franken bewegene« 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
gez. Jöhr " 
die Sammlungskommission hat mit grosser Freude von dieser Mit- 
seilung Kenntnis genommen, aie durch Herrn DreEranz Meyer in der 
zlLeichen Sitzung NOCH u 
= nn Yaänzt ort m 
af 
ED 
x JEöhr 
in einem zweiten an ihn als Präsidenten der Zürcher Kunstgesell- 
schaft gerichteten Brief die Anregung macht, eS möchte aus den 
Witteln der erwähnten Stiftung von Fr.747000 eine grosse Figur
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.