Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

DRERNST WOLF 
ADVOKAT und NOTAR 
af Is — 
Telephon 3 18 80 
Postcheck V 12433 
BASEL, den 27. Januar 1941. 
Freiestrasse 82 
lerrn Dr. franz Leler, 
Präsident der Zürcher Kunstgesellschaft, 
Zürıiıch. 
Sehr geehrter Herr Doktor, 
Gestatten Sie mir, dass ich mich als Vertreter 
les Herrn Hugo Simon, früheren Bankier in Paris, und auf 
jesondere Empfehlung des Herrn Dr. Zmil Oprecht in Zürich 
in folgender Sache an 5le wende: 
wr- 
Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, hatte Herr 
3imon seinerzeit dem Basler Kunstmuseum Teile seiner Ge- 
näldesammlung zum Verkauf angeboten. Der bereits in Aus- 
sicht genommene Kauf verschiedener Werke kam jedoch politi 
scher Intrigen wegen nicht zustande, sodass mein Klient 
zezwungen war, einen bereits erhaltenen beträchtlichen 
Torschuss an den Staat Basel-Stadt zurückzuzahlen. Um 
hiezu in der Lage zu sein, sah er sich veranlasst, den 
Kunsthändler Fischer in Luzern die Sammlung zur öffentli- 
chen Versteigerung zu übergeben. In der Folge konnte der 
Kanton Basel-Stadt für seine Forderung befriedigt werden, 
hingegen wird mein Klient, der sich zurzeit in einer sehr 
nisslichen Lage in Frankreich befindet, von Fischer wegen 
Zückforderungsansprüchen bedrängt. Es steht sogar zu be- 
Fürchten, dass in absehbarer Zeit eine Zwangsverwertung 
3ainzelner Bilder erfolgen wird, was für Herrn Simon einen 
riesigen Schaden bedeuten würde, 
Ich gelange daher an Sie mit der Anfrage, ob 
möglicherweise die Kunstgesellschaft Zürich Interesse für 
jen freihändigen Erwerb einzelner dieser Bilder hat. Zu 
Ihrer Orientierung lege ich Ihnen eine Liste der zu ver- 
kaufenden Bilder bei, die zugleich die Angaben des TFischer- 
schen Auktionskatalogs enthält. Die Preise entsvrechen
	        
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