Zürich, den 2. Närz 1942
Terrn Direktor 77. Wartmann Kunsthaus Zürich
Sehr geehrter Herr Doktor,
anschliessend an unser heutiges Täflefon möchte ich
Sie noch bitten, beim Rücktransport,meine grosse Badende im
Kunsthaus zu belassen, da ich diese separat für ihren alten
Aufstellungsort in Zollikon abführen lassen will.
Ausserdem verdanke ichIhre Nitteilung, die Büste von
Fischer betreffend. Ich habe mit Yerrn Dr. MNayenfisch vereinbar:
dass diese Plastik in einer späteren Sitzung der Sammlungskomm.
nochmals zur Prüfung, und dann hoffentlich in 3ronze, unter-
breitet würde.
Bei Anlass der Erwerbung der Statue von Probst have
ich im Sinn, in der kommenden Borstandssitzun” vorzuschls7en,
diese Statue in der Anlare vor dem Kunsthaus aufzustellen..Für
einen solchen bereits besvovrochenen Plan dünkt mich diese Figur
wegen ihres Vassabs, wegen ihrer statuarischen und dekorativen
"ualitäten wie geschaffen.!'an müsste nur den genauen Standpunkt
der Statue, die sich durch das vorgestellte linke Bein überaus
ginstig nach dem Platz hin öffnet, noch ausprobieren, aber von
ihrer guten Virkung und der kunstlerischen Verbung für das Kunst-
haus bin schon jetzt überzeugt, Ich sage Ihnen dies vorher/jprivat
damit Sie sich Ihrerseits die Sache überlegen. Auch mit YMaller
habe ich davon gesprochen; er findet den Vorschlag ausgezeichnet
und da bei der V”eueinrichtung der Sammlung aäuch eine ändere Aul-
stellun# der Plastik überhaupt zu erwägen ist, wäre es sicher
richtir, wenn diese F”Frage zusammen besprochen würde, Sowonl er
wie ich sind bereit, diese "”euordnung zusammen mit Ihnen zu VeEr-
suchen und es wire zu begrüssen, wenn dazu auch Architekt BurCcX-
hardt und Rildhauer Fischer beigezogen würden.
Da ich in der näichsten Zeit täglich Hodell habe,
bitte ich um frühzeitigren Bericht, damit ich meine Zeit daraui
hin einrichten kann.
Inzwischen verbleibe ich mit höflichen Grüssen
Ihr ergvyebener
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