Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1943-31.12.1943, A-M

KRunfthalle Safel 
Basel, den 20.Januar 1943, 
Verehrter Herr Direktor, 
besten Dank für Ihr freundliches Schreiben vom 14.4.M. 
Es tut mir sehr leid, dass wir mit unserem Renoir-Gesuch auf 
einen ungünstigen Zeitpunkt fallen. In dieser Schwierigkeit 
darf ich Ihnen vielleicht folgendes Verfahren vorschlagen. 
Ich könnte Ihnen in einigen Tagen berichten, ob unsere Leih- 
gesuche von Sammlern in genügendem Masse berücksichtigt wor- 
den sind und könnte Ihnen in diesem Zeitpunkt dann auch mel- 
den, ob wir nicht von uns aus auf die Bilder aus Ihrer Sanmm- 
lung verzichten könnten. Schmerzlich wird dies ohnehin sein, 
aber es könnte zur Erleichterung des Beschlusses beitragen, 
den Sie in der Sache zu fassen haben. Die Bilder aus dem Legat 
des Herrn Dr.Schuler sind mir in allerschönster Erinnerung 
und sicher nicht leicht zu ersetzen. Aber es soll wie gesagt 
auch von unserer Seite alles geschehen, die schwierige Situation 
baldigst abzuklären. Ich möchte nicht verfehlen Ihnen zu danken 
für Ihre freundlichen Bemühungen. unser Gesuch entgegenkommend 
zu beantworten. 
Mit hochachtungsvoller Begrüssung 
Ihr Ihnen sehr ergebener 
Konservator 
P.S, In der Beilage übersende ich Ihnen 5 Separatdrucke aus 
Formes et Couleurs über Marius Borgeaud. Herr Maxime Vallotton 
hatte uns s.Zt. diese Broschüre zur Verteilung an besondere 
Borgeaud-Freunde übergeben. 
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