des Kunsthauses zählt 1910 431 in den Leesesaal und nach Hause ausgegebene
Bände, 1913 über 1000, 1915 über 2000, 1916 über 3000.
Die Zunahme betrifft nicht nur das Maß der Leistung und Belastung, auch ihre
Art. Es erscheinen die großen Sonder- und Gedächtnisausstellungen, mit wissen-
schaftlicher Bearbeitung des Materials in Katalogen von besonderer Anlage und
Ausstattung; Führungen durch Ausstellungen und durch die Sammlung werden
ausgeschrieben und finden lebhaften Zuspruch; eine Hauszeitschrift mit jährlich
ı2 Nummern tritt für ein Jahrzehnt ins Leben; in der Sammlung wird ein Dienst
für Photographien und Reproduktionen eingerichtet; im Anschluß an die Katalog-
sammlung und die Ausstellerstatistik des Kunsthauses ein schweizerisches Künstler;
dann Künstler-Lexikon-Archiv.
Konnte die Zürcher Kunstgesellschaft eine solche Belastung tragen? Sie mochte
erscheinen wie ein Boot mit übersetzter Takelung auf einem zu leichten Körper
mit zu wenig Ballast, das immer noch mehr Segel setzt und schließlich keine Wahl hat
als zu kenterti oder wieder und wieder in den Wind zu schießen zum Atemholen,
statt stetiger und rasanter Fahrt.