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Jahresbericht 1993 (1993)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Jahresbericht 1993 (1993)

Zeitschrift

Titel:
Jahresbericht
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Persistenter Identifier:
20416
Erscheinungsort:
Zürich
ISSN:
1013-6916

Zeitschriftenband

Titel:
Jahresbericht 1993
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
Per 374 : 1993
Persistenter Identifier:
20416_1993
Bandzählung:
1993
Erscheinungsort:
Zürich
Verlag:
Zürcher Kunstgesellschaft
Erscheinungsjahr:
1994
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Hinweis auf einige Neuerwerbungen
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Ein zeitloses Silleben von Pieter Claesz
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahresbericht
  • Jahresbericht 1993 (1993)
  • Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort des Präsidenten
  • Sammlung
  • Ausstellungen
  • Graphische Sammlung
  • Bibliothek
  • Restaurierung
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Kunsthausbesuch
  • Zürcher Kunstgesellschaft
  • Direktion und Personal
  • Leerseite
  • Rechnung
  • Abbildungsteil
  • Leerseite
  • Hinweis auf einige Neuerwerbungen
  • Ein zeitloses Silleben von Pieter Claesz
  • Johann Heinrich Füssli "Oberon und Titania"
  • Das Zürchergebiet als farbiger Fleck
  • Alberto Giacomettis Meisterstück
  • Wurzelwerk - zu zwei Geschenken von Georg Baselitz

Volltext

HINWEISE AUF 
EINIGE NEUERWERBUNGEN 
EIN ZEITLOSES STILLEBEN VON PIETER CLAESZ 
Vor einem Jahr hatten wir bereits Gelegenheit, an dieser 
Stelle ein beispielhaftes niederländisches Stilleben des 
17. Jahrhunderts zu besprechen. Das reife Stilleben mit 
Hummer von. Jan Davidsz de Heem, ein Prunkstilleben in 
seiner knappsten und präzisesten Form, kann als Inbegriff 
dessen gelten, was im dritten Viertel des 17. Jahrhunderts, 
dem Höhepunkt des Gouden Eeuw, unter Stilleben ver- 
standen und hoch geschätzt wurde; entsprechend zogen 
wir zur Interpretation vorzugsweise Gesichtspunkte aus 
jener Zeit bei. Das Gemälde, das heute betrachtet werden 
soll, stammt aus der vorangehenden Stilstufe, die auch de 
Heem in den Dreissiger Jahren durchschritten hat; ihr 
Hauptmeister ist aber neben dem mehr lyrischen Heda der 
strenge und kraftvolle Pieter Claesz. Bereits im späteren 
17. Jahrhundert erschienen diese sogenannten «mono- 
chrome banketje» als zu streng, zu nüchtern, zu leer, eine 
Wertung, die sich heute völlig gewandelt hat und zumal in 
Zürich, wo unter den Kunstliebhabern die zur Abstraktion 
tendierende klassische Moderne geschmacksprägend wirk- 
te, Deshalb versuchen wir im Folgenden, eher die zeitlosen 
ästhetischen Qualitäten dieses Gebildes zu verdeutlichen. 
Einfachheit ist nach der dinglichen Präsenz wohl das auf- 
fälligste an diesem Stilleben: wie sonst nur bei geometrisch- 
konstruktiven Bildern überblickt man hier sofort die 
wenigen Elemente und ihre Struktur vollständig. —In eine 
schon seit je unübersichtliche, bedrohliche, verwirrliche 
Welt ausgesetzt, ist dem Menschen das Einfache Halt und 
Beruhigung; ohne die Komplexitätsreduktion ordnender 
Strukturen kann er nicht überleben. Religion, Philoso- 
phie, Naturwissenschaften unterwerfen die chaotische 
Fülle des zufällig Vorhandenen ihren einfachen Gesetz- 
mässigkeiten: was nicht in ihre Raster passt, lässt man beru- 
higt als irrelevant beiseite. Diese individuellen Reg zu 
denen als naheliegendste der pausenlose Strom der Sinnes- 
eindrücke und damit die Oberfläche alles Wahrgenom- 
menen gehört, werden allenfalls von der Kunst aufgehoben — 
in doppeltem Sinne: gerettet und in ihrer Verwandlung ins 
Kunstwerk zugleich vernichtet. Denn nur in ihrer Verein- 
fachung in eine gestalthafte Form kann diese Transforma- 
tion gelingen. Kunstgeschichte kann so als Geschichte von 
Vereinfachungen geschrieben werden: einerseits als Folge 
der Bestimmungen dessen, was zugelassen und was ausge- 
schlossen ist für die Grenzen ihres Umfanges, andererseits 
als Wandel ihrer formalen Strukturen für die innere Organi- 
sation der Werke. «In der Kunst besteht der Fortschritt 
nicht in der Erweiterung, sondern in der Erkenntnis der 
Grenzen», stellt Georges Braque als erster Punkt in seinen 
«Gedanken über die Malerei» (1917) fest. Dass hier der 
Kubist nicht von «Definition», sondem von «Erkenntnis 
der Grenzen» spricht, zeugt von dem Glauben der formali- 
stischen Avantgarde an eine vom inneren Wesen der Kunst 
bestimmten Fortschritt zum immer Einfacheren — in 
extremis fällt folgerichtig die Grenze mit der scheinbar 
notwendigen Definition ihrer Grundbestimmungen zu- 
sammen: es sind die Grenzfälle der Minimal Art, auf die 
notwendig die Postmoderne folgt. 
Doch so einfach ist die Kunst, geschweige denn das 
Leben, nicht. Von Adolf Loos’ moralischer Entrüstung 
über das Ornament als «Verbrechen» beflügelt, purgierte 
das Bauhaus die Architektur, bis seine Epigonen in Ven- 
turis «Complexity and Contradiction» ihre berechtigte 
Kritik erfuhren. Einfachheit scheint ihre eigenen Gesetze 
zu haben: als hohe Kunst gelingt sie vorzüglich im Durch- 
bruch aus komplizierteren Bedingtheiten; ihre Energie 
springt gewissermassen aus der Fallhöhe der erzielten 
Komplexitätsreduktion. Analogien mit der Quantenphysik 
oder der Lösung aus dem Freudschen «Unbehagen in der 
Kultur» drängen sich auf. Doch die neue, frappante Einheit 
verflacht bald, im besseren Fall zu einem erfreulichen «Ver- 
nacular», im schlechteren zu öder Langeweile. Denn die 
neue einfache Lösung eröffnet, wenn sie fruchtbar ist, neue 
Fragen, neue Spielfelder, und enthüllt so gewissermassen 
Ihren komplexen Kern: der Übergang von der Vielheit zur
	        

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