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Almanach der Freien Zeitung (1918)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: Almanach der Freien Zeitung (1918)

Zeitschrift

Titel:
Almanach
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Signatur:
DADA III:34
Persistenter Identifier:
25326
Erscheinungsort:
Bern
Verlag:
Der Freie Verlag
Sprache:
Deutsch
ISSN:
0000-0000

Zeitschriftenband

Titel:
Almanach der Freien Zeitung
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Signatur:
DADA III:34
Persistenter Identifier:
25327
Bandzählung:
1918
Erscheinungsort:
Zürich
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Kapitel

Titel:
Führer und Apostel
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Ludendorff I
Sammlung:
Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel
Autor:
Gracchus

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Almanach
  • Almanach der Freien Zeitung (1918)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Die "Freie Zeitung" in eigener Sache
  • Zur Schuldfrage
  • Das Junkerliche Deutschland
  • Das "gütige" Österreich
  • Führer und Apostel
  • Ludendorff I
  • Walter Rathenau
  • Tisza und Czernin
  • Tirpitz
  • Bethmann-Hollweg
  • Wolfgang Heine
  • Kritisches Intermezzo (Russland)
  • Amerika im Krieg
  • Moral oder Unmoral
  • Die Freie Zeitung

Volltext

stration zu der Entrüstung* des Behle *) über die — nie 
und nirgenlds geschehene — „Einmischung'“ deutscher 
Republikaner in innerschweizerische Verhältnisse) 
verkündete triumphierenld die Bedingungen des Pakts: 
Polen an Oesterreich, Kurland an Deutschland, Ost 
galizien und Armenien an Rußland, Aufteilung Rumä 
niens zwischen Bulgarien, Oesterreich und Rußland (!), 
„Entschädigung“ der Kulturträger am Bosporus durch 
Aegypten (Eell des Bären, beliebte Tierfabel). 
Aber mit Stürmer war es nichts und mit Nikolai II. 
überhaupt war es nichts, denn der erhielt seinen durch 
das Kartensystem (nach deutschem Muster) verschön 
ten UnterstützungsWohnsitz Im fernen Töbolsk ange 
wiesen. Es kam die russische Revolution, es kamen, 
wechselnd wie die Bilder im Kino, Gutschlkow, Milju- 
kow, Kerenski, Lenin, Trotzky, Brest-Litowsk. 
Zweifelsohne: die Maximalisten, mit allem Kom 
fort der Neuzeit und geleitet vom geschiedenen Ge 
mahl der Genossin Grimm durch Deutschland nach 
Rußland exportiert, wollten den Frieden. Mußten ihn 
wollen. Wenn man Krieg* führen will, sabotiert man 
nicht vorher die Armee. Sie wollten den allgemeinen 
Frieden. Sie waren aber auch bereit, mit dein Sonder 
frieden sich zu begnügen. Sie waren zu allem bereit. 
Sie zogen die Truppen aus Persien, aus Armenien, von 
überall zurück. Sie waren bereit, Kurland, Livland. 
Polen, Litauen über sich selbst bestimmen zu lassen. 
Aber das genlig’te Deutschland nicht. Deutschland 
— d. h. nicht idas deutsche Volk, sondern der kleine 
Napoleon Ludendorff — wollten mehr: Kurland, 
Litauen, Südlivland, Oesel, Dagoe als deutsche Vasal 
lenländer, Polen als Austansdhobjekt, die Ukraine als 
wirtschaftliches Ausbeutungsobjekt. Und die deutschen 
Unterhändler muteten den Maximalisten zu, die von 
den deutschen Militärbehörden eingesetzten „Vertre- 
tungskönpersohaften“, darunter den famosen Sklaven 
halterlandtag von Kurland, als rechtmäßige Expon 
enten des Volkswillens amrusehen. 
Es ist wahr: die Beauftragten Ludendorffis wagten 
es, soweit von den Befehlen ihres Bonaparte abzuwei- 
*) Redakteur des „Berner Tagblattes“. 
173
	        

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