Full text: Flametti oder vom Dandysmus der Armen

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ja Iwohl jnicht! Eine Hand wäscht die andere. Ich hoffe 
ja, dass wir uns verstehen. Wir werden ja keinen 
Gebrauch Sdavon machen. Und ich werde auch mit 
Jenny sprechen. Ist ja alles dummes Zeug! Ihr habt 
eine Zukunft bei uns. Sagen Sie das dem Meyer! 
Aber ich hasse dieses Hintenherum. Das ist Weiber 
manier. Ziehen Sie sich jetzt an und gehen Sie runter! 
Ich weiss schon, von wem all diese Dinge kommen. 
Ich werde dafür feorgen, dass das ein Ende hat.“ 
Und Laura wischte sich die Tränen und stieg, Rin 
nen im Schminkgesicht, die Hühnertreppe hinunter ins 
Lokal. 
Am Klavier sass Meyer. Er hatte soeben sein 
Zwischenstück beendet und machte ein Gesicht wie 
der Teufel bei Regenwetter. j 
„Was hast du mit Flametti gehabt?“ fuhr er die 
Braut an, „wie siehst du aus? Ihr wart allein in der 
Garderobe! Was habt ihr gehabt?“ 
„Nichts! Lass mich!“ 
Raffaela und Lydia warfen sich bedeutungsvolle 
Blicke zu. 
Bobby meinte gerührt: „Ach, Laura, das muss man 
sich nicht so zu Herzen nehmen!“ Zu gerne hätte er 
gewusst, worum es sich handelte. 
An der Kasse feass Jenny, kalt und unnahbar, jgrande 
dame vom Scheitel bis zur Sohle. 
Und Engel bediente ergebenst die Vorhang 
schnur. ... 
„Kinder!“ sägte Raffaela nach der Vorstellung, „die 
Nacht, diese Nacht!“
	        
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