Full text: Berichterstattung über das Jahr 1887 (1887)

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Vorsteherschaft. Wegen Unwohlsein sah sich Herr Pro- 
fessor Jul. Stadler genöthigt, sich von seinen Pflichten als Prä- 
sident während des Winters 1887/88 zu dispensiren, und es 
hatte Herr F. O0. Pestalozzi, Vicepräsident, die Gefälligkeit, 
einstweilen seine Vertretung zu übernehmen. 
Der Kunstdirektor, Herr Prof. L. Keiser, welcher dieses 
Amt viele Jahre in sehr verdankenswerther Weise bekleidet 
hatte, sprach in der Herbsthauptversammlung den Wunsch 
aus, mit Rücksicht auf sein vorgerücktes Alter davon entlastet 
zu werden. Es wurde derselbe denn auch durch Herrn G. 
Grebel - v. Orelli ersetzt, unter gleichzeitiger Beschlussfassung, 
dass die Leitung der Ausstellungen in Zukunft zu den Aufgaben 
dieser Beamtung gehören solle. 
Der Bibliothekar, Herr Architekt Herm. Reutlinger, wurde 
wegen Krankheit und Abwesenheit von Zürich durch das Ak- 
tuariat vertreten. Zum zweiten Beisitzer ist Herr Ad. Arter- 
Koch gewählt worden. Mit Rücksicht auf die beiden dispen- 
sirten Vorstandsmitglieder konnte auch der statutengemäss in 
Austritt kommende zweite Beisitzer, Herr R. Ulrich-Schoch, 
bewogen werden, als dritter Beisitzer vorläufig noch in der 
Vorsteherschaft zu verbleiben. 
Gesellschaftsabende,. Die Sitzungen der Gesellschaft 
fanden, wie gewohnt, jeden Donnerstag Abend im Künstlergut 
statt. Wie in den Vorjahren, so war dieses Jahr abermals 
das Hauptthema der Verhandlungen «Die Reorganisation des 
Schweizerischen Kunstvereins» im Zusammenhang mit den Be- 
strebungen zur Erlangung einer erhöhten Bundessubvention für 
die bildende Kunst. An der Delegirtenversammlung am 8. Mai 
in Olten wurde der von den Herren F. O. Pestalozzi in Zürich, 
Dr. Henking in Schaffhausen und Sarasin-Schlumberger in 
Basel redigirte Statutenentwurf ohne wesentliche Aenderungen 
angenommen und in Gemässheit desselben als Mitglied des 
neuen Zentralkomite seitens der Künstlergesellschaft Zürich 
bezeichnet: Herr Prof. Jul. Stadler, als Ersatzmann Herr F. 
O. Pestalozzi. Leider scheint sich die Hoffnung des Vereins 
nicht zu erfüllen, dass sein Vorstand vom h. Bundesrathe als 
berathendes Organ für die Verwendung der in letzter Session 
der Bundesversammlung beschlossenen jährlichen Subvention
	        
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