Full text: 1914-1916 (1914-1916)

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mit Menschen und das nachbarliche Verhältnis unter den Staaten gezeitigt 
hat, etwas hervorgehen wird, das unsere Arbeit nicht als eine vergebliche 
erscheinen läßt. Jeder Streit hat einmal ein Ende gefunden. Und der gebildete 
Mensch löst ein Mißverständnis leichter auf als der ungebildete, denn er hat 
Starrsinn und Eitelkeit überwunden. Die verhältnismäßig gleiche Stärke der 
Gegner dürfte meines Erachtens kein Hindernis bilden. 
Hugo Grotius: wenn sich beide einander für gleich stark halten, 
so ist dies nach Läfars Ausspruch die beste Zeit, den Frieden zu verhandeln, 
wo jeder auf sich vertraut. 
Freiherr von Knigge: wenn die Großen von Takt und Weisheit 
beseelt sind, läßt sich wohl manches erreichen. Ich möchte ihnen raten, mein 
drittes Rapitel über den Umgang mit Leuten von verschiedenen Gemütsarten, 
Temperamenten und Stimmungen des Geistes und Herzens zu lesen. Denn die 
Völker sind nicht anders zu nehmen als die Individuen, aus denen sie haupt 
sächlich zusammengesetzt sind. 
Hugo Grotius: (Rrayt sich unter der pcrrücke.) Gott, der dies allein ver 
mag, möge dies in die Herzen derer einschreiben, in deren Hände und Macht 
Europa gegeben ist. Ihr Geist sei mit der Renntnis des göttlichen und mensch 
lichen Rechtes ausgestattet, damit sie sich bewußt werden, daß sie Diener und 
nicht Herren des Ganzen sind. 
(Sie entschweben in fernere Regionen.) 
Alexander von Gleichen-Rußwurm
	        

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