Full text: Johann Heinrich Füssli

Royal Academy, in der Walker Art-Gallery und dem Athe- 
näum von Liverpool, in der St. Mary-Kirche in Luton und im 
Shakespeare-Museum von Stratford on Avon befunden. Ihr 
seitheriges Schicksal ist unbekannt. 
Es wird ein Werk des Friedens sein, das lückenlose Inventar 
aller Bestände aufzustellen, so wie es in den nachfolgenden 
Verzeichnissen I—IV einmal für die in der Zürcher Gedächtnis- 
ausstellung vereinigten Gemälde, Zeichnungen und Kupfer- 
stiche versucht worden ist. Die großen Einzelblätter in Kupfer- 
stich können, mit den gebotenen Vorbehalten, für Aufschluß 
über Komposition und allgemeine Haltung nicht erreichbarer 
oder nicht mehr vorhandener Bilder wertvoll sein. Buch- 
illustrationen und Titelblätter nach Füßlischen Originalen be- 
deuten immer noch, so unergiebig sie für die Form sein 
mögen, Aussagen über den Inhalt der Originale. — Aus- 
genommen Erzeugnisse wie die 1764 in Berlin von Christian 
Gottfried Matthes radierten Titelblätter zu Bodmers Noachide 
von 1765, denen gegenüber auch wir die Versuchung spüren, 
dem Beispiel Füßlis folgend sie in den Ofen zu feuern. Für 
acht Blätter waren die Zeichnungen von Füsli beibehalten, 
vier neue bei Bernhard Rode bestellt worden. Radiert sind 
alle zwölf in einer Art, daß sie, wohl eben so weit von Füßli 
wie von Rode, unter sich ziemlich gleich erscheinen. Füßli 
schreibt im September 1766 an Bodmer, Sulzer in Berlin habe 
mit der Uebertragung der Radierungen an Matthes „in ab- 
scheulicher Weise dem Scheidewasser vergönnt, ihm (Füßli) 
die Prostitution anzufressen", nachdem er im Juni schon 
Lavater erklärt hat: „Es ist mehr Gleichheit zwischen Sulzers 
und eines noch nassen neugeworfenen Spanferkleins Seele, 
oder Rodes und meiner Imagination, denn zwischen meinen 
Zeichnungen und dem Geäzten oder dem Verdammten, der 
sie äzte.” 
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