Full text: Kataloge von Kunstausstellungen in Zürich in den Jahren 1799 bis 1838

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C. Schultheß, von Zürich; in Paris. 
Schüler von David. 
72. Das Portrait von einem Freunde des Künstlers. 
M. listeti, von Zürich. 
73, Kindesliebe, in einer Folge von 9 colorirken Blattern. 
J. Freundlich hüpft das muntere Kind zu seiner 
Mutter, um mit ihr das Beschenk zu theilen, welches 
ihm von der vom Markt zurückkommenden Magd zu 
gesteckt worden ist. Bedeutend ist jedes Abtreten von 
Naschereyen in einem Alter , wo sie das höchste Tut des 
Kindes sind, um so bedeutender vorliegende Theilung. 
II. Nach einer unruhig verlebten Nacht ist endlich der 
Morgen angebrochen. Es ist dem guten Mädchen ge 
rungen unbemerkt den Schemel vor das Bett der schla 
fenden Mutter zu bringen, und das heimlich gestickte 
Sacktuch auf ihm auszuspreiten; ein schöner Blumen 
strauß soll nun das Geburtstag - Beschenk vervollstän 
digen , denn daß dieses die gute Tochter beschäftige, er 
hellt aus der Fensterscheibe des ersten Blattes, und 
hieraus die astronomische Zeittafel. 
III. Sonntag Abend. Die Bürger spazieren auf dem 
Stadtgraben. Die Mutter besucht ihr dabey liegendes 
Bärtchen , um nach ihren Blumen zu sehen. £> welche 
Verwüstung haben die fatalen Schnecken unter ihre» 
Lilien abgerichtet! Mißmuthig betrachtet sie dieselbe. 
Sollte die Aufmerksamkeit der Tochter nicht ihren Miß- 
muth verscheuchen, welche die Gespielinnen verlaßt, um 
ihrer Mutter Gesellschaft zu leisten; emsig die Unheil 
stifter sammelt, und zum Verdruß des reichen Nachbars, 
ihr die Lrstlingsrose darreicht, die ihr dieser wohl 
stamn zu diesem Zwecke schenkte.
	        

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